First days of forever?

Noch etwa eine Woche oder ein gefühltes Jahr, dann hab ich endlich wieder Internet. Bis dahin bin ich gezwungen meinen Onlineaktivitäten in der Uni nachzugehen. Und dieser Tage bedeutet das die unmittelbare Nähe zu neuen StudentInnen oder „Erstis“ wie sie allgemein auch etwas abwertend genannt werden.
„Ersti“ das klingt etwas nach „Wessi“ oder „Ossi“ und wird von nicht betroffenen auch eher als Negativattribuierung verwendet. Da sich in meine Vorlesungen keine Erstsemestler mehr verirren, kann ich das Phänomen nur aus gewisser Distanz betrachten. FreundInnen, deren Vorlesungen gerade vor Erstisschwälle erzittern, sind alles andere als begeistert von den Neuen.
Die Stadt ist voll von jungen Leuten, die von älteren StudentInnen wohl deswegen oft mit einem Naserümpfen bedacht werden, weil sie noch so motiviert und enthusiastisch sind und Jahr für Jahr etwas mehr daran erinnern, dass mensch selber auch nicht jünger wird.
Studienneulinge kommen meist frisch und ungeprägt in die Uni, doch lauert hier ziemlich schnell das Schreckgespenst der Subkultur Student. Zu verlockend ist in den ersten Wochen das wilde StudentInnenleben mit kostenlosen Fakultätseinständen (inklusive Freibier) und relativ interessanten aber noch nicht so zeitfressenden Vorlesungen. In den Anfangswochen kann jede(r) mitreden und die ersten Ernüchterungen liegen in fern erscheinender Zukunft. Und wer sich selber erst einmal als „Ersti“ begreift, der akzeptiert eine Platz ganz weit unten in der Hackordnung und ist für die Welt außerhalb des Vorlesungssaal schon so gut wie verloren, deshalb:
Niemand wird als Student geboren, ich plädiere für einen offenen Umgang mit Erstis. Gebt Erstis eine Chance und zeigt ihnen Alternativen zum lifestyle of the rich and the studies. Wer gar nicht erst zum Yuppie wird, dem bleibt die schwere Zeit des Ausstiegs erspart. Denn AussteigerInnen haben oft mit berechtigtem Misstrauen von NichtstudentInnen zu kämpfen und haben grosze Schwierigkeiten sich in einer unifreien Umgebung zu etablieren.


2 Antworten auf “First days of forever?”


  1. 1 besserscheitern 20. Oktober 2008 um 12:14 Uhr

    Wir werden nicht als Studenten geboren, wir werden dazu gemacht? :D Ganz Großes Kino!

  1. 1 Einmal mehr zum Thema Rostock bloggt: « try again. fail again. fail better. Pingback am 20. Oktober 2008 um 22:47 Uhr

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